Die Karausche: ein einzigartiger Sportfisch!
Die Karausche wird von uns Anglern nur selten gezielt befischt. Obwohl es sich um eine kleine Karpfenart handelt, hat die Karausche keine Mundfäden wie der gemeine Karpfen! Die Karausche, auch Steinkarpfen genannt, verdankt ihren Namen ihrem hohen Rücken und ihrer gedrungenen Form. Sie kann unter den extremsten Bedingungen überleben. Auch die Karausche ist eine einheimische Fischart, die in den Niederlanden leider immer seltener wird.
Eigentlich ist die Karausche ein ganz besonderer Fisch. Sie haben oft eine dunkle Farbe mit einem rötlichen Schimmer. Zum Bauch hin werden sie heller, behalten aber ihre schöne warme Farbe. Zusammen mit ihren abgerundeten Flossen und der konvexen Rückenflosse ist dieser karpfenartige Fisch einer der schönsten Süßwasserfische der Niederlande.
Tiegelkarpfen oder Giebel - was ist der Unterschied?
Die Karausche und der Giebel werden oft verwechselt. Tatsächlich ist der Giebel der Vorfahre unseres Goldfisches. Der Unterschied zwischen den beiden Fischarten mag auf den ersten Blick gering erscheinen. Allerdings hat der Giebel eine deutlich konkave Rückenflosse und nur 27 bis 32 Schuppen an der Seitenlinie. Eigentlich ist die Giebel eine nicht einheimische Fischart, die hier nicht hingehört. Beide Fischarten können sich aber auch kreuzen, genauso wie eine Karausche mit einem Karpfen. Die letzteren Hybriden werden dann Karausche genannt und zum Sportfischen ausgesetzt.
Abgesehen von der wulstigen Rückenflosse der Karausche kann dieser karpfenartige Fisch auch viel größer werden als ein Giebel. Es sind Exemplare bekannt, die zwischen 50 und 60 cm lang werden. Ein Giebel hingegen kann eine maximale Länge von 40 bis 45 cm erreichen. Außerdem hat eine Karausche zwischen 33 und 36 Schuppen an der Seitenlinie. Darüber hinaus gibt es auch Farbunterschiede. Ein Giebel ist meist silbrig gefärbt, während die Karausche eher eine warme, goldene, dunkle Farbe hat. Ein weiteres auffälliges Merkmal der jungen Karausche ist der markante Fleck an der Schwanzwurzel. Dieser fehlt bei der Giebel.
Welches ist der beste Angelplatz, um eine Karausche zu fangen?
Karauschen sind eigentlich überall zu finden. Sie bevorzugen jedoch Gewässer mit viel Vegetation. Sie bevorzugen ruhige, nicht zu tiefe Gewässer wie Gräben, Teiche und Seen. Besonders Gewässer, in denen andere Fischarten nicht überleben können, sind ideal für diesen Fisch. Ich kenne eine Reihe von Gewässern, die in den Sommermonaten vollständig mit Wasserlinsen bewachsen sind und in denen es keine anderen Fische gibt. Genau in diesen Gewässern schwimmen viele Karauschen herum. Das heißt, sie können in praktisch sauerstofffreiem Wasser mit sehr hohem Säuregehalt überleben. Ich habe sogar gehört, dass sie in Gewässern überleben können, die für kurze Zeit trocken fallen. Eine Steinkarpfenart ist also eine sehr zähe, abgehärtete Karpfenart!
Wenn Sie mehr über die verschiedenen Karpfenarten wissen wollen, klicken Sie auf den Artikel: Welche Karpfenarten gibt es?
Was frisst eine Karausche?
Die Karausche ist ein Allesfresser, genau wie der normale Karpfen. Die Karausche unterscheidet sich kaum von der normalen Karpfenart, wenn es um ihre Nahrungsvorlieben geht. Mückenlarven, kleine Krebstiere wie Wasserflöhe, Flohkrebse und Asseln sowie Larven und Schnecken sind ein wahrer Leckerbissen für diese Karpfen. Diese tierische Nahrung suchen sie vor allem im Bodengrund oder zwischen Pflanzen.
Der beste Köder, um diesen karpfenartigen Fisch zu fangen!
Wenn Sie auf Karauschen angeln wollen, ist es ratsam, hauptsächlich tierisches Futter zu verwenden. Maden und Würmer sind definitiv die Lieblingsköder für Karpfen! Man kann sie auch mit Mais aus der Dose fangen. Wobei das Anfüttern einen Tag im Voraus stark zu Ihren Gunsten ausfallen wird. Ich kann auch empfehlen, geschnittene Würmer unter das Futter zu mischen, ebenso wie eine Handvoll Maden. Als Futter sind kleine Karpfenpellets eine gute Wahl. Diese weiche ich dann einen Tag vorher ein, damit sie einen weichen Charakter bekommen.
Wie fängt man eine Karausche am besten?
Um eine Karausche zu fangen, ist die Wahl des Köders wichtig! Die schönste und auch eine der besten Techniken, um diese Karpfenart zu fangen, ist die mit der Rute. Mit der Rute können Sie Maden und Würmer als Hakenköder verwenden. Steinkarpfen beißen sehr sanft und man kann den Haken mit der Rute selbst setzen. Sie können sogar ohne Angelrute angeln. Denn da Karauschen nicht so groß und stark werden wie normale Karpfen, kann man sie auch mit einer festen Rute fangen. Es ist eine subtile Art des Karpfenangelns, bei der man versucht, die Fische mit kleinen Ködern und kleinen Haken zu locken.
Um die Karpfen anzulocken, sind Karpfenpellets und feine Köder wie unser Zig-Mix sehr zu empfehlen. Ich persönlich werfe gerne ein paar Maden oder abgeschnittene Würmer hinein. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel füttern, denn der Karpfen ist schnell gesättigt. Wenn Sie dem Futter eine zusätzliche Anziehungskraft verleihen wollen, ist es ratsam, unseren Aktivator zu verwenden! Fügen Sie zwischen 30 und 50 ml pro Kilogramm Köder hinzu, um beste Ergebnisse zu erzielen.
Welche Rute ist geeignet?
Ich persönlich verwende gerne eine Matchrute. Diese Ruten sind etwas länger und speziell für das Angeln mit einem Schwimmer gedacht. Der große Vorteil ist, dass man diese Fische problemlos fangen kann, wenn man einen Karpfen oder eine große Schleie am Haken hat. Dies steht im Gegensatz zur Verwendung einer festen Rute. Karauschen sind oft nicht sehr groß, aber sie sind stark und sehr beweglich. Sie machen der Rute also richtig viel Spaß! Ich hoffe, dass dieser Artikel Ihnen helfen wird, eine schöne Karausche zu fangen!
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